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Eigene Gedanken ohne Plagiatsgefahr

Gerade habe ich mal wieder ‘Glücksgefühle nach dem Schreiben’, weil ich einen kleinen wissenschaftlichen Beitrag fertiggestellt habe. Dafür ist die Zeit für diesen Blog knapp und mein Schreibebedarf für heute auch schon mehr als gedeckt. Deshalb nur eine kurze Bemerkung, warum ich nicht Gefahr laufe, des Plagiats überführt zu werden, auch nicht unbewusst (jedenfalls bei den von mir allein verfassten Beiträgen). Ich schreibe üblicherweise nicht an fremden Texten entlang, sondern genau umgekehrt meine eigenen Gedanken auf, um erst danach mehr oder weniger passende Quellen zusammenzusuchen, damit es halbwegs wissenschaftlich und nicht nach einem Blog-Beitrag aussieht.

Glücksgefühle nach dem Schreiben

Es gibt mir ein gutes Gefühl, eine schriftliche Arbeit fertigzustellen. Wenn ich zum Beispiel einen Aufsatz geschrieben habe, fühle ich mich glücklich (fast wie nach einer sportlichen Leistung). Das Gefühl kann ich auch mehrfach beim gleichen Aufsatz haben, z. B. nach dem ersten Entwurf (dagegen weniger beim Schreiben selbst), dessen Überarbeitung, der Einsendung bei einer Zeitschrift, der Überarbeitung dafür, der Einsendung anderswo, schließlich der Veröffentlichung. Es gilt auch für andere und kleinere Arbeiten, etwa wenn ich ein Gutachten über einen fremden Beitrag geschrieben habe oder auch einfach einen Blog-Beitrag (zumindest einen längeren als diesen). Das hat zwei Vorteile und einen Nachteil: Erstens habe ich so recht häufig Glücksgefühle und zweitens motiviert es mich zum Schreiben. Dummerweise schafft es auch einen Anreiz, viele und eher unwichtige Sachen zu schreiben statt einige wirklich wichtige.

Frohe Ostern

Hiermit wünsche ich allen frohe Ostern und schöne Feiertage!

Wer christlich-religiös ist, feiert heute den wichtigsten Tag im Kirchenjahr. Doch auch sonst kann man den Tag genießen bis feiern. Wer heute Ostereier sucht oder gar versteckt, muss auch nicht an den Osterhasen glauben.

Krawatte zu Weiberfastnacht

Ups, heute ist Weiberfastnacht, woran ich überhaupt nicht dachte, als ich den ganzen Tag mit schicker Krawatte bei einer Konferenz herumlief. Zum Glück ist hier vor Ort keine Karnevalshochburg. Juristisch wäre es interessant, ob dort, in den Hochburgen des närrischen Treibens, das Brauchtum über dem Schutz des Eigentums steht.

Sollen Frauen sich die Brüste vergrößern lassen (dürfen)?

Philip Plickert berichtete beim Fazit-Blog der FAZ vom Kongress “Ökonomie neu denken” unter “Ökonomen in Demut. Oder: Soll Vater Staat Brust-OPs verbieten?” Folgendes:

Nach dem Vortag des Verhaltensökonomen Armin Falk (Universität Bonn) stand plötzlich eine FH-Professorin in einem roten Kostüm auf und ereiferte sich: Ihre 18 Jahre alten Studentinnen wollten alle eine Busen-Operation, “und sie kennen auch schon die Preise” – das sei doch ungeheuer. Ob man so was nicht verbieten sollte. Der “sanfte Paternalist” Falk war gar nicht abgeneigt.

Das finde ich krass. “Sanften Paternalismus” und die Idee, bei freien Entscheidungen die Rückfallposition (was ohne explizite Entscheidung passiert) zu gestalten, mag man ernsthaft diskutieren, doch hier geht es doch bestenfalls um “harten Paternalismus” und eher um die Lust am Zwingen anderer. Mit welchem Recht wollen Professorin und Professor den Frauen ihre Entscheidungsfreiheit nehmen und über deren Brüste bestimmen?

Bei der Titelfrage ist es wichtig, ob das letzte Wort in Klammern dazu gehört oder nicht. Wer dann keinen Unterschied zwischen den beiden Fragen erkennen kann, dem bedeutet Entscheidungsfreiheit anderer nichts. Alle sollen tun, was man für am besten hält. Als Liberaler kann man hingegen die Frage “Sollen Frauen sich die Brüste vergrößeren lassen?” positiv, negativ oder auch gar nicht beantworten (ich würde einer ernsthaft darüber nachdenkenden Frau eher abraten, doch es hängt von den Umständen und ihren Gründen ab), aber auf die Frage “Sollen Frauen sich die Brüste vergrößern lassen dürfen?” gibt es nur eine liberale bzw. ethisch aufgeklärte Antwort: Ja. Ich muß nicht gut finden, was andere für sich entscheiden, da ich es nicht mag oder es ihnen voraussichtlich schadet, doch wenn sie anderen nicht direkt schaden, haben sie jedes Recht dazu. Wenn dem neuen ökonomischen Denken das nicht mehr klar ist, bleibe ich doch lieber beim alten.

Geben wir die Freiheit an dieser Stelle auf, gibt es kein Halten mehr. Wenn man Frauen verbietet, ihre Brüste vergrößern zu lassen, weil es ihnen angeblich schadet oder einem selbst einfach nicht gefällt, kann man nicht nur alles Mögliche andere verbieten (wollen), z. B. das Rauchen, Schokolade, Autofahren, Reichtum, Faulheit etc., sondern natürlich auch gebieten, was einem gerade einfällt, z. B. Brustvergrößerungen! Denn es wäre doch zur Herstellung von Gleichheit und zum Vermeiden von durch die blinde Willkür der Natur verursachten Ungerechtigkeiten sehr schön, wenn alle Frauen gleich große Brüste hätten, wozu Brustvergrößerungen für kleinbusige Frauen und Brustverkleinerungen für vollbusige verpflichtend eingeführt werden sollten, so wie man sich bereits bemüht, hochbegabte Kinder in ihrer Entwicklung zu hemmen…